»Energisch gegen den Dornröschenschlaf ankämpfen« Überlingen und die baden-württembergische Gebiets- und Verwaltungsreform (1968 – 1975)

29. September 2022, 19:00 Uhr – Kath. Pfarrzentrum

Das Jahr 1973 stellt in der Geschichte der Stadt Überlingen eine markante Zäsur dar. Im Zuge der Kreisreform wurde der Land- kreis Überlingen aufgelöst und die Stadt verlor ihren Status als Kreissitz. Die jahr- zehntelange führende Position als Ver- waltungsmittelpunkt des gleichnamigen Landkreises ging damit verloren. Der Vor- trag nimmt die baden-württembergische Gebiets- und Verwaltungsreform aus der Perspektive Überlingens in den Blick. Zum einen werden die geschichtlichen Hinter gründe, Akteure und Folgen der Kreis- reform für Überlingen beleuchtet. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich die Stadt im neu geschaffenen Bodenseekreis positionierte und wie man den strukturellen Verlust des Kreissitzes zu kompensieren versuchte. Zum anderen wird die Gemeindereform als weitere Komponente der Gebiets- und Verwaltungsreform the matisiert, in deren Verlauf zwischen 1972 und 1975 sieben neue Teilorte nach Überlingen eingemeindet wurden.

Eintritt frei

Dr. Eveline Dargel promovierte an der Universität Konstanz über ein stadtge schichtliches Thema zur Nachkriegszeit in Konstanz. Sie ist Kreisarchivarin und stellvertretende Kulturamtsleiterin des Bodenseekreises sowie Verfasserin von Veröffentlichungen zur Lokal- und Regio nalgeschichte des Bodenseekreises, der Baar und des Hegaus.