Lange Nacht der Überlinger Literatur

19. September, von 16.00 bis 23.00 Uhr - Seebühne der Landesgartenschau und Innenstadt (Museum, Suso-Haus und andere Orte)

Überlingen entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem literarischen Zentrum von überregionaler Ausstrahlung, einem multikulturellen Domizil von Schriftstellern, Poeten, Philosophen, Intellektuellen, Außenseitern, Verfolgten und Pionieren. In Überlingen begann Ernst Jünger 1939 seinen viel diskutierten Widerstandsroman "Auf den Marmorklippen", während der vergeistigte Theodor Hetzer zur gleichen Zeit in Überlingen über die italienische Renaissancekunst nachdachte und Friedrich Schnack seine idyllischen Lebensentwürfe auf die „deutsche Innerlichkeit“ konzentrierte. Und im Dezember 1943 zogen Goethe und Schiller nach Überlingen – das berühmte Cotta-Archiv mit hunderten Briefen und originalen Manuskripten der Klassiker erhielt im spätgotischen Gallerturm eine neue Heimat.

Foto: Bildarchiv Stadt Überlingen


Die „Lange Nacht der Überlinger Literatur“ bietet Autorenlesungen und eine Buchtaufe zur Geschichte der Literatur in Überlingen: "Überlingen literarisch", herausgegeben von Waltraut Liebl-Kopitzki und Siegmund Kopitzki im Gmeiner Verlag.