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Johann Sebastian Bach: Johannespassion

Karfreitagskonzert, 10. April 2020, 15:00 Uhr - Franziskanerkirche

Foto: Bezirkskantorei Überlingen-Stockach

Mit der evangelischen Bezirkskantorei und dem Heinrich-Schütz-Vocalensemble unter Leitung von Thomas Rink.

Das Heinrich-Schütz-Vocalensemble wurde 2011 gegründet und spezialisiert sich auf die Aufführung alter und neuer Chorwerke a cappella und auf unbekannte barocke Kantaten. Zusammen mit dem chorus laetitia Überlingen wird die Johannespassion von Bach auch mit Musikern und Solisten aus der Region als integrierendes Projekt möglichst authentisch aufgeführt, zu dem Zeitpunkt, an dem es seine größte Aussagekraft entfaltet: in der Passionszeit und speziell am Karfreitag.

Johann Sebastian Bach schrieb seine Johannespassion für eine erste Aufführung 1724. Er führte das Werk zum Teil mit massiven Änderungen 1725–1731 und 1747 am Karfreitag in Leipzig auf. Nach dem bereits gut dreistündigen Morgengottesdienst war es in Leipzig üblich, an hohen Festtagen auch die Vesper am Nachmittag zu besuchen, die wiederum mehr als drei Stunden dauerte. Für die Aufführung beschränkt sich das Heinrich-Schütz-Vocalensemble unter Leitung von Thomas Rink auf die reine Passionsmusik, die etwa 2 Stunden dauern wird. Johann Sebastian Bach hinterließ keine verbindliche Reinschrift seiner Passion, so dass es ein weites Feld von Spekulationen ist, welche Fassung seiner Idealvorstellung entspricht. Überliefert sind insgesamt nicht weniger als vier Fassungen, zudem scheint es eine Urfassung mit einem reduzierten Instrumentarium gegeben zu haben. Dies erfordert bei jeder Aufführung eine neue Gestaltung der Aufführung. Im Jubiläumsjahr 2020 wird eine Aufführung der nicht erhaltenen Urfassung geboten, die weitgehend der heute noch bekannten und zumeist auch gespielten 1. Fassung zu entsprechen scheint.

"Es ist mir als musikalischem Leiter der Bezirkskantorei Überlingen-Stockach ein wichtiges Anliegen, dass diese großartige Musik nicht nur in den großen Konzertsälen so quasi im Elfenbeinturm erklingt. Diese Musik muss vor Ort und von den Menschen hier erlebt werden könne. Es wird eine Aufführung werden, die sehr vom Engagement der Mitwirkenden lebt, von der Freude an der Musik und der Betroffenheit über das besungene Geschehen. Ich freue mich, dass viele Leute an dieser Musik teilhaben können und dieses einmalige Werk als Ausführende und Zuhörer erleben werden." Thomas Rink, Bezirkskantor