Schatten über schöner Landschaft. Überlingen im Nationalsozialismus

28. Oktober 2021, 19:00 Uhr - Pfarrsaal des katholischen Pfarrzentrums, Münsterplatz 5, Überlingen

Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl - telefonische Anmeldung ab 25. Oktober 2021 (ab 8.00 Uhr) beim Stadtarchiv Überlingen unter Telefon-Nr. 07551/99-1671 ist Voraussetzung für den Eintritt. Es gelten die jeweils aktuellen Regelungen der Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg. Die Maske muss während des gesamten Vortrags getragen werden
Bei Anzeichen von Erkältungssymptomen bitten wir Sie, zu Hause zu bleiben und den Sitzplatz beim Stadtarchiv telefonisch wieder frei zu melden.

Überlingens Bürgermeister Heinrich Emerich wurde im Jahr 1933 aus dem Amt gedrängt und durch den nationalsozialistischen Bürgermeister Albert Spreng ersetzt, der die Geschicke der Stadt bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lenkte. Die Nationalsozialisten ersetzten alle Amtsinhaber durch parteitreue Personen. Sie politisierten und militarisierten das öffentliche Leben, verfolgten abweichendes Verhalten und grenzten Juden aus.
Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt zunächst von Kriegseinwirkungen verschont. Zu Kriegsende begann der Bau eines unterirdischen Stollens zur Unterbringung der zerstörten Friedrichshafener Industrie; KZ-Häftlinge aus Dachau wurden als Arbeitskräfte eingesetzt. Am 25. April 1945 endete mit dem Einmarsch der französischen Truppen der Krieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten in Überlingen.

Eintritt frei

Oswald Burger war nach einem Studium der Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie Lehrer an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule und Kommunalpolitiker in Überlingen. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für die Erforschung des Goldbacher Stollens und des KZs Überlingen und 2011 den Kulturpreis des Bodenseekreises.