Schatten über schöner Landschaft. Überlingen im Nationalsozialismus

5. November, 19:00 Uhr - Pfarrsaal des katholischen Pfarrzentrums, Münsterplatz 5, Überlingen

Überlingens Bürgermeister Heinrich Emerich wurde im Jahr 1933 aus dem Amt gedrängt und durch den nationalsozialistischen Bürgermeister Albert Spreng ersetzt, der die Geschicke der Stadt bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lenkte. Die Nationalsozialisten ersetzten alle Amtsinhaber durch parteitreue Personen. Sie politisierten und militarisierten das öffentliche Leben, verfolgten abweichendes Verhalten und grenzten Juden aus.
Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt zunächst von Kriegseinwirkungen verschont. Zu Kriegsende begann der Bau eines unterirdischen Stollens zur Unterbringung der zerstörten Friedrichshafener Industrie; KZ-Häftlinge aus Dachau wurden als Arbeitskräfte eingesetzt. Am 25. April 1945 endete mit dem Einmarsch der französischen Truppen der Krieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten in Überlingen.

Eintritt frei

Oswald Burger war nach einem Studium der Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie Lehrer an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule und Kommunalpolitiker in Überlingen. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für die Erforschung des Goldbacher Stollens und des KZs Überlingen und 2011 den Kulturpreis des Bodenseekreises.