Herzog Gunzo, seine Tochter Fridiburga und Überlingen in der Vita Sancti Galli

20. Oktober, 19:00 Uhr - Pfarrsaal des katholischen Pfarrzentrums, Münsterplatz 5, Überlingen

Achtung: Begrenzte Teilnehmerzahl – telefonische Anmeldung vom 12.10. - 16.10. unter 07551/99 - 1671 ist Voraussetzung für den Eintritt! Eine begrenzte Anzahl von Doppelstühlen (immer nur 2 Stühle) lässt es zu, dass Paare/Verwandte/Freunde zusammensitzen können. Dies muss bei der Anmeldung jedoch explizit mitgeteilt werden. Die Hygieneschutzmaßnahmen und Abstandsregelungen müssen weiterhin eingehalten werden. Der Mundschutz darf während des Vortrages abgenommen werden. Bei Anzeichen von Erkältungssymptomen bitten wir Sie, zu Hause zu bleiben und den Sitzplatz beim Stadtarchiv telefonisch wieder frei zu melden.

Foto: Stiftsbibliothek St. Gallen

Im Zusammenhang mit der spannenden Frage, wann Überlingen zum ersten Mal Erwähnung findet, spielt die Vita des Heiligen Gallus (um 640) eine wichtige Rolle. Diese Vita Sancti Galli ist in drei Fassungen überliefert: Waren die Aufzeichnungen der Reichenauer Mönche Wetti (um 820) und Wahlafried (um 830) schon länger bekannt, wurde Ende des 19. Jahrhunderts das Fragment einer dritten Version (datiert um 680) aufgefunden. Dieses stellt als das früheste Zeugnis der quellenarmen Zeit des frühen 7. Jahrhunderts einen wichtigen Beitrag für die Kirchen-, Siedlungs- und Kulturgeschichte der Bodenseeregion dar.
Der Referent stellt den frühmittelalterlichen Mönch Gallus vor und beleuchtet die Geschichte rund um die Heilung der Herzogstochter Fridiburga in Überlingen. Dabei werden überraschende Blickwinkel auf das Geschehen eröffnet, die sich aus den Ereignissen am Hof in Metz ergeben. Macht- und dynastische Heiratspolitik verbinden sich mit christlicher Missionierung zu einem virulenten Prozess.

Eintritt frei

Bruder Jakobus Kaffanke OSB ist Diplom-Theologe, Mönch und Einsiedler.