Der Rathaussaal und seine symbolische Ausstattung

Foto: Stadtarchiv Überlingen

15. Oktober, 19:00 Uhr - Pfarrsaal des katholischen Pfarrzentrums, Münsterplatz 5, Überlingen

Begrenzte Teilnehmerzahl – telefonische Anmeldung vom 05.10. – 14.10. unter 07551/99 - 1671 ist Voraussetzung für den Eintritt! Eine begrenzte Anzahl von Doppelstühlen (immer nur 2 Stühle) lässt es zu, dass Paare/Verwandte/Freunde zusammensitzen können. Dies muss bei der Anmeldung jedoch explizit mitgeteilt werden. Die Hygieneschutzmaßnahmen und Abstandsregelungen müssen weiterhin eingehalten werden. Der Mundschutz darf während des Vortrages abgenommen werden. Bei Anzeichen von Erkältungssymptomen bitten wir Sie, zu Hause zu bleiben und den Sitzplatz beim Stadtarchiv telefonisch wieder frei zu melden.

Rathäuser im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit waren nicht nur schlichte Versammlungsräume. Sie waren oftmals reich gestaltet und drückten mit ihrer Ausstattung auch Bürgerstolz gegenüber herrschaftlichen oder kirchlichen Landes- herren aus.
Der Saal im Rathaus zu Überlingen ist ein beredtes und darüber hinaus sehr berühmtes Beispiel dafür. Bekanntlich wurde er um 1494 mit einem heute noch existie- renden Figurenfries durch den Bildhauer Jakob Russ ausgestaltet. In motivischer Hinsicht folgte er dabei der damals in Mode gekommenen Darstellung der Stän- de des Heiligen Römischen Reiches in Form von Figuren mit den dazu entspre-
chenden Wappen. Ihre Aufteilung jeweils in Vierergruppen führte zu der Bezeichnung »Quaternionen«.

Dieses Kleinod und die später noch hinzugekommenen, inhaltlich nicht unwesentlichen Teile sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden.

Eintritt frei

Dr. Bernd Konrad promovierte in Freiburg zu den »Konstanzer Malerwerkstätten um 1500 bis zum Beginn der Reformation (1527)«. Er ist seit 2001 selbständiger Kunsthistoriker und Sachverständiger für altdeutsche Malerei und Glasmalerei des 19. Jahrhunderts.