Bedeutende Reichsstadt und wichtiger Marktort: Überlingen im 13. und 14. Jahrhundert

5. März 2020, 19:00 Uhr – Pfarrsaal/Katholisches Pfarrzentrum, Überlingen

Bitte beachten Sie: Entgegen der bisherigen Vorankündigung findet der Vortrag, wegen der großen Nachfrage, im Pfarrsaal – katholisches Pfarrzentrum, Münsterplatz 5, statt.

Im 13. Jahrhundert wurde Überlingen zu einer der bedeutendsten Städte im Herzogtum Schwaben. Der Handel mit Wein und Getreide machte Überlingen reich. Die Stadt wuchs schnell und sicherte sich vom König bedeutende Rechte wie Münze, Zoll und Gerichtsbarkeit. Ende des 13. Jahrhunderts war Überlingen freie Reichsstadt und verfügte über einen der wichtigsten Märkte am Bodensee. Der Vortrag nimmt die politische, wirtschaftliche und räum- liche Entwicklung Überlingens in den Blick, widmet sich aber auch den inneren Verhältnissen. Thematisiert werden die Beteiligung der Bürger an der Stadtherrschaft, die Organisation der Bürgerschaft in Zünften und die kirchlichen Zusammenhänge (Entwicklung des Münsters, Ansiedlung der Franziskaner, jüdische Gemeinde). Der Heilig-Geist-Spital ist sowohl eine religiöse und karitative Einrichtung als auch ein Herrschaftsinstrument, das der Stadt im 14. Jahrhundert zu einer erfolgreichen »Außenpolitik« verhalf.

Eintritt frei

Johannes Waldschütz ist Historiker. Er war von 2013 – 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Universität Freiburg und leitet seit Mai 2017 Stadtmuseum und Stadtarchiv in Stockach. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte von Klöstern und Städten im Mittelalter, insbesondere im ehemaligen Herzogtum Schwaben.

Foto: Stiftsbibliothek St. Gallen