Der Spital- und Spendfonds Überlingen – Ort christlicher Nächstenliebe, Herrschaftsinstrument und Wirtschaftsunternehmen

12. März 2020, 19.00 Uhr – Bitte beachten Sie: Der Vortrag findet wegen großer Nachfrage im Pfarrsaal/Katholisches Pfarrzentrum, Münsterplatz 5, Überlingen, statt.

Foto: Stadtarchiv Überlingen

Der Spital zum Heiligen Geist in Überlingen, im Jahr 1264 erstmals urkundlich erwähnt, wurde der Überlieferung nach von Heinrich und Ursula Bubo zur Versorgung von Alten, Kranken und Bedürftigen gestiftet. Weitere Schenkungen sowie die geschickte Erwerbspolitik des Magistrats ließen den Spital rasch zu einem bedeutenden Wirtschaftsunternehmen heranwachsen. Dabei kümmerte sich der Spital mit seinen Nebenhäusern nicht nur um alle Facetten der Wohlfahrtspflege: Als Musterbetrieb förderte er zudem den Weinbau und unterstützte den Getreidehandel in der Gred. Die Spitalbesitzungen und Herrschaftsrechte bildeten die Grundlage für das Territorium der Reichsstadt. Ohne den Spital wäre die Entwicklung Überlingens zum bedeutenden Tourismuszentrum und zur Amtsstadt mit stadtbild- prägenden Behördenbauten im 19. Jahrhundert nicht in der Form und in so kurzer Zeit möglich gewesen. Der Vortrag bietet Einblick in die vielschichtige Geschichte des Spital- und Spendfonds von den Anfängen bis heute.

Eintritt frei

Walter Liehner, Dipl.-Archivar (FH), ist seit 1987 Stadtarchivar von Überlingen und Verfasser von Publikationen, Vorträgen und Führungen zur Überlinger Stadtgeschichte und der Region.