Überlingen im 15. und 16. Jahrhundert – Blütezeit einer Reichsstadt

19. November, 19:00 Uhr - Pfarrsaal des katholischen Pfarrzentrums, Münsterplatz 5, Überlingen

Foto: Stadtarchiv Überlingen

Im 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlebte die Reichsstadt Überlingen eine Blütezeit, in der sich ihre Bürger unter der Führung eines Zunftregiments sowohl eines stabilen Wohlstands als auch einer umfassenden politischen Autonomie erfreuten. Zusammen mit dem Heilig-Geist-Spital erwarb die Stadt in dieser Zeit ein größeres eigenes Territorium. Die Basis dazu bot ein auf den Bodenseeraum und die Eidgenossenschaft ausgreifender Export vor allem von Wein aus eigener Produktion, aber auch als Umschlagplatz für Getreide und Bauholz. Der Status als Reichsstadt und Mitglied regionaler Bündnisse brachte indes erhebliche Belastungen mit sich. Konflikten wie dem Schweizerkrieg 1499 fielen nicht nur Überlinger Bürger zum Opfer, sorgten auch für eine zunehmende Verschuldung, die den Spielraum der Stadt im 16. Jahrhundert stark einschränkte und, begleitet von Missernten und Pestzügen, ihrer Blütezeit ein Ende setzte.

Eintritt frei

Dr. Andre Gutmann promovierte im Fach Mittelalterliche Geschichte und übte danach eine mehrjährige Tätigkeit in Forschung und Lehre an der Universität Freiburg i.Br. aus. Er arbeitet seit 2013 als selbstständiger Historiker.