Von der Provinzstadt zur Kur- und Amtsstadt – Überlingen im Großherzogtum Baden

7. Mai, 19.00 Uhr – Museumssaal

Beim Übergang an das Kurfürstentum Baden 1802/03 war Überlingen hochverschuldet und ohne größere Einnahmen. Durch die Verlagerung von Verkehrsströmen ge- riet die Stadt zudem vermehrt ins Abseits. Eine Schwächung des Handelsplatzes war die Folge, so dass weite Kreise der Bevölkerung verarmten. Mitte des 19. Jahrhunderts erinnerte man sich wieder an die Jahrhunderte alte Tradition als Heilbad und rückte die Schönheit der Landschaft und des Stadtbildes in den Vordergrund. Die Zukunft Überlingens sollte im Fremdenverkehr liegen. Der Spital schuf die Infrastruktur dazu und ermöglichte den Bau von repräsentativen Verwaltungsbauten. Vermögende Pensionäre wählten Überlingen als Altersruhesitz.
Der Vortrag zeigt die Hintergründe und Strategien auf, die dazu führten, dass sich in nur wenigen Jahrzehnten das Bild Überlingens zu der Kur- und Amtsstadt wandelte, wie wir es heute noch kennen.

Eintritt frei

Walter Liehner, Dipl.-Archivar (FH), ist seit 1987 Stadtarchivar von Überlingen und Verfasser von Publikationen, Vorträgen und Führungen zur Überlinger Stadtgeschichte und der Region.